Symposien - archiv - Deutsch - Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit

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Symposien
in früheren Jahren
Symposien der Deutsch - Polnischen Gesellschaft für Seelische Gesundheit
Seit 30 Jahren findet jedes Jahr ein Symposium statt, abwechselnd in Polen und in Deutschland. Sie sind Gelegenheit für Partnerschaftstreffen und für den Berufsgruppen übergreifenden Erfahrungsaustausch über Psychiatrie, Neurologie, Psychologie und Soziologie. Die Themen der Symposien werden in der Regel auch aus philosophischer, soziologischer und historischer Perspektive betrachtet. Über den fachlichen Erfahrungsaustausch hinaus setzt sich die Gesellschaft die Bewältigung der Vergangenheit und die Überwindung von Vorurteilen in beiden Ländern zum Ziel. Deshalb stehen immer wieder auch historische, ethische und politische Themen im Vordergrund. Regelmäßig werden auch deutsch - polnische Tabuthemen offen diskutiert. Jedes Jahr nehmen an unseren Symposien ungefähr 200 Menschen aus Polen und Deutschland teil.
XXX Deutsch - Polnisches Symposium
Das XXX. Jubiläum Symposium unserer Gesellschaft hat vom 26. bis 28. September 2019 in Warschau stattgefunden. Das war eine Gelegenheit, einen Rückblick auf diese dreißig Jahre zu werfen und eine Vision für eine weitere Zusammenarbeit zu formulieren. Das Thema des Symposiums war "Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und Spaltung – Psychiatrie  zwischen Ausgrenzung und Dialog ".
Aus verschiedenen Gründen entstand in der westlichen Zivilisation, auch in Polen und Deutschland, ein Gefühl sozialer Unsicherheit. Dies ist wahrscheinlich sowohl auf wirtschaftliche, existenzielle (Suspendierung, Verwischung des Wahrheitsverständnisses) und politische Faktoren als auch auf Faktoren zurückzuführen, die sich auf die Art der Sprache beziehen, mit der wir kommunizieren. Wir hatten diese Phänomene aus verschiedenen Perspektiven reflektieren und versuchen, Antworten auf die Schwierigkeiten zu finden, die unsere Zeit mit sich bringt.
Die Hauptstadt unseres Landes, in der Professorin Maria Załuska uns herzlich und gastfreundlich begrüßen habe, haben es uns ermöglichte, mit der Welt der Politik in Kontakt zu treten und die Veränderungen in den Organisationsmodellen der polnischen Psychiatrie zu untersuchen. Sie waren auch Teil der Antwort auf die Herausforderungen der Gegenwart.



Das Symposium erhielt finanzielle Unterstützung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Sympozjum otrzymało wsparcie finansowe Fundacji Współpracy Polsko - Niemieckiej.
Vom 26. bis 28. September 2019 fand in Warschau das XXX. Symposium unserer Gesellschaft statt. Der Tagungstitel lautete „Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und Spaltung – Psychiatrie zwischen Ausgrenzung und Dialog“.
Dieses Jubiläum bot uns sowohl die Möglichkeit einen Blick auf die Arbeit der vergangenen 30 Jahre zu werfen, als auch eine Vision für die weitere Zusammenarbeit zu formulieren.
Aus verschiedensten Gründen entstand in der westlichen Zivilisation, auch in Polen und Deutschland, ein Gefühl sozialer Unsicherheit. Dies ist wahrscheinlich auf wirtschaftliche, existenzielle und politische Faktoren zurückzuführen, aber auch auf die Art der Sprache, mit der wir kommunizieren.
Wir haben diese Phänomene aus verschiedenen Perspektiven reflektiert und versucht, Antworten auf diese Schwierigkeiten zu finden, die unsere Zeit mit sich bringt.
Der Tagungsort Warschau, die Hauptstadt Polens, zu dem uns unser Vorstandsmitglied , die Professorin Maria Załuska herzlich und gastfreundlich eingeladen hat, ermöglichte es uns mit der Politik in Kontakt zu treten und die Veränderungen in den Organisationsmodellen der polnischen Psychiatrie zu betrachten. Diese Veränderungen waren auch Teil der Antwort auf die Herausforderung der Gegenwart.
Das Symposium wurde in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Zentrum für postgraduale Ausbildung und dem Krankenhaus Bielanski Ks. Jerzy Popieluszko SPZOZ Warschau, der Universität Kardinal Stefan Wyszynski Warschau, dem Mazowiecki Krankenhaus in Drewnica und dem Klinischen Krankenhaus Doktor Babinski, SPZOZ, Krakau organisiert.
Die feierliche Eröffnung fand am 26. September 2019 im Festsaal des DOM Technika Warschau statt. Wir wurden von den beiden Vorstandsvorsitzenden der DPGSG, Herrn Lukasz Cichocki und Herrn Ralf Aßfalg sowie Frau Professorin Maria Załuska herzlich begrüßt. Als Ehrengäste sprachen Grußworte Herr Bartłomiej Chmielowiec, Ombudsmann für Patienten, und Herr Roland Jopp, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Polen.
Im Rahmen der Eröffnung wurde Herrn Dr. Elmar Spancken, ehemaliger langjähriger Vorstandsvorsitzender der DPGSG, der Verdienstorden der Republik Polen, das Ritterkreuz, vom Vize-Woiwode Mazowieckie, Herrn Artur Standowicz, feierlich verliehen. Dieser Verdienstorden der Republik Polen an Ausländer und polnische Staatsbürger mit ständigem Wohnsitz im Ausland wird für Aktivitäten verliehen, die einen herausragenden Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit und Zusammenarbeit zwischen der Republik Polen und anderen Nationen geleistet haben. Herzlichen Glückwunsch an Elmar Spancken.
Ein weiteres Ereignis des Abends war dann die Ansprache der beiden Ehrenvorsitzenden der DPGSG, Herrn Prof. Andrzej Cechnicki und Herrn Dr. Niels Pörksen, die mit den Tagungsgästen die vergangenen 30 Jahre der DPGSG reflektierten.
Eingeführt ins Tagungsthema hat uns der Eröffnungsvortrag von Frau  Katarzyna Kłosińska, Professorin und Linguistin an der Universität Warschau, die sehr überzeugend darlegte, wie Sprache das Bewusstsein und den menschlichen Glauben beeinflussen kann.
Abgerundet wurde der Festakt durch klassische konzertante Musik einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker. Im Anschluss daran konnten die Tagungsteilnehmer noch einen geselligen Abend genießen.
Tagungshotel für die restliche Veranstaltung war das Hotel Gromada.
Am Freitag, 27.09., referierten am Vormittag Herr Dr. Thomas Rowiński aus Warschau und  Frau Professorin Renate Schepker aus Ravensburg zum Thema Einfluss gesellschaftlicher Unsicherheit auf Kinder und Jugendliche, jeweils betrachtet aus polnischer und deutscher Sicht.
Ein weiterer Vortrag kam von Herrn Piotr Markowski aus Warschau zum Thema Auswirkungen von Unsicherheit/Spaltung auf Betroffene, Angehörige und Profis.
Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden folgende Workshops zur Auswahl:
Ø  Ängste bei der aufsuchenden Therapie (Leitende: Maria Załuska, Anna Kossowska- Lubowicka, Hubertus  Friederich)
Ø  Deeskalierende Einflussfaktoren wie Milieu, Bezugspflege, Safewards, u.a. (Leitende: Malgorzata Widera, Oliver Thedieck, Thomas Zyzik, Ralf Aßfalg)
Ø  Erfahrungsaustausch zum Tagungsthema in Bezug auf Suchterkrankungen (Leitende: Thomas Feld, Elżbieta Maludzińska- Janczarska, Marcin Ziółkowski)
Ø  Tabuisierte Themen zur Sprache bringen (Leitende: Daniela Brandtner, Anna Depukat, Jerzy Kubiak)
Ø  Konflikte lösen im Alltag (Leitende: Ewa Niezgoda, Bernd Meißnest)
Ø  Hilfesysteme für Kinder und Jugendliche in Polen und Deutschland (Leitende: Tomasz Rowiński, Renate Schepker)

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung klang der Freitagabend in fröhlicher Runde im Rahmen des Gesellschaftsabends aus.
Am Samstag, dem letzten Tag des Symposiums,  erhielten wir einen Einblick in die Erfahrungen der Regionalmodelle in Polen und Deutschland. Wir hörten einen Vortrag von Herrn Marek Balicki, dem Bevollmächtigte des Gesundheitsministers für Polen für das nationale Programm zum Schutz der psychischen Gesundheit,  und im Anschluss von Herrn  Professor Martin Heinze zur Situation in Deutschland.
Herrn Dr. Lukasz Cichocki, dem ersten Vorstandsvorsitzenden der DPGSG, kam es zu, das Gehörte zusammenzufassen, ein Resümee zu ziehen und den Bogen zum Tagungsthema zu spannen: Was genau kann die Psychiatrie der Gesellschaft in Zeiten der Unsicherheit und Spaltung geben?
Die Tagung endete mit einer Plenumsdiskussion, die von den Mitgliedern der DPGSG besonders wertgeschätzt wird und eine Diskussion auf einer hohen fachlichen Ebene zulässt.
Der DPGSG ist es erneut gelungen, mit dem XXX. Jubiläumssymposium ein bedeutsames und interessantes Thema aufzugreifen und zu beleuchten.
Seien wir gespannt auf das Jahr 2021. Der Tagungstitel für das XXXI. Symposium lautet:
Risiko der Freiheit?! – Psychiatrie im Spannungsfeld zwischen Beliebigkeit und Grenzen
XXIX Deutsch - Polnisches Symposium
Gütersloh, 27 - 29.09.2018.
30 Jahre nach Gütersloh - Können wir unsere Zeit besser nutzen?
XXVIII Deutsch - Polnisches Symposium
Kraków, 28 - 30.09.2017
Psychiatrie Alltag- Wohin wollen wir gehen?
XXVII Deutsch - Polnisches Symposium
Berlin - Neukölln, 29.09. - 1.10.2016.
Was trennt uns? Was verbindet uns? DPGSG im Zeitalter der Polarisierung.
XXVI Deutsch - Polnisches Symposium
Gdańsk, 24 - 27.09.2015.
Mut zur Solidarität - Herausforderungen in der Psychiatrie.
XXV Deutsch - Polnisches Symposium
Zwiefalten, 25 - 28.09.2014.
Leben ohne Leiden – Wunsch oder Albtraum?
XXIV Deutsch - Polnisches Symposium
Wrocław, 19 - 22.09.2013.
Die Psychiatrie unserer Träume - Die Zukunft beginnt heute.
XXIII Deutsch - Polnisches Symposium
Bielefeld 2012
Gibt es noch Gesunde? Gefährliche Trends in der Psychiatrie in Deutschland und Polen.
XXII Deutsch - Polnisches Symposium
Oświęcim 2011
Psychiatrie braucht Vertrauen.
XXI Deutsch - Polnisches Symposium
Paderborn 2010
Partnerschaft über Grenzen hinweg. Begegnung - Dialog - Ausdauer!
XX Deutsch - Polnisches Symposium
Lublin 2009
"Psychisch krank - und nun?" Die Bedürfnisse des Psychisch Kranken und die Verantwortung der Gemeinde.
XIX Deutsch - Polnisches Symposium
Berlin 2008
Alt werden und sterben, wo ich zu Hause bin - in Polen und in Deutschland.
XVIII Deutsch - Polnisches Symposium
Opole 2007
Verlust und seelische Gesundheit. Heimatlos - geflüchtet, vertrieben, ausgewandert... und angekommen?!
XVII Deutsch - Polnisches Symposium
Ravensburg 2006
Die Psychiatrie und die Kultur des Sozialen. Deregulation verhindert Integration.
XVI Deutsch - Polnisches Symposium
Łódź 2005
Lebensgeschichte(n) in kritischen Zeiten. Erinnern-Scheitern-Wachsen.
XV Deutsch - Polnisches Symposium
Mönchengladbach 2004
Alte Nachbarschaft - Neue Partnerschaft. Europäische Integration und seelische Gesundheit.
XIV Deutsch - Polnisches Symposium
Suwałki 2003
Fremdheit und Vertrautheit.
XIII Deutsch - Polnisches Symposium
Rendsburg 2002
Arbeit und Leben / Leben und Arbeitslosigkeit.
XII Deutsch - Polnisches Symposium
Bydgoszcz 2001
Mensch und Markt, Fortschritt und Bedrohungen. Quo vadis Psychiatrie?
XI Deutsch - Polnisches Symposium
Münster 2000
Grenzüberschreitungen: Psychiatrie im Dialog.
X Deutsch - Polnisches Symposium
Kraków 1999
Freiheit und Verantwortung. Grundlage der psychiatrischen Handlung.
IX Deutsch - Polnisches Symposium
Bedburg - Hau 1998
Kommunale Verantwortung - Traum oder Wirklichkeit? Wer ist verantwortlich für die chronisch psychisch Kranken?
VIII Deutsch - Polnisches Symposium
Popowo 1997
Der Wert und die Bedeutung der Arbeit für psychisch kranke Menschen.
VII Deutsch - Polnisches Symposium
Riedstadt 1996
Vom Krankenhaus zur Abteilung - Möglichkeiten und Grenzen.
VI Deutsch - Polnisches Symposium
Rybnik 1995
Vom Patienten zur Person. Perspektiven der Deinstitutionalisierung.
V Deutsch - Polnisches Symposium
Wulkow 1994
Psychiatrie in Zeiten gesellschaftlicher Veränderung.
IV Deutsch - Polnisches Symposium
Bielsko-Biała 1993
Partnerschaften. Deutsch-Polnische Partnerschaften als "Vorschlag" für internationale Zusammenarbeit in Europa.
III Deutsch - Polnisches Symposium
Bethel 1992
Psychiatrie nach Auschwitz.
II Deutsch - Polnisches Symposium
Gniezno 1991
Psychiatrie-Reform. Auswirkungen der anstehenden Reform des Gesundheitswesens für die Psychiatrie in Polen und Reformerfahrungen in Deutschland.
I Deutsch - Polnisches Symposium
Münster 1990
Gesicht des Anderen. Gründungs-Symposium der DPGfSG.
Gütersloh 1988
Psychiatrie und Ethik. Psychiatrisches Handeln gestern und heute-ethisch begründet.
Adresse
Deutsch - Polnische Gesellschaft für Seelische Gesundheit e.V.
c/o ZfP Zwiefalten, Hauptstr. 9 / 88529 Zwiefalten
Telefon
+49/7373/103288
Email
dpgsg@zfp-zentrum.de
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